Schule aus dem Zauberhut – warum Neuenhagens Bildungspolitik auf dem Holzweg ist

19.03.2026

Eine sachliche und ausführliche Bestandsaufnahme zur geplanten kommunalen Oberschule, ihren planerischen Grundlagen und den damit verbundenen strukturellen Risiken für den Bildungsstandort Neuenhagen.

Grundschule am Gruscheweg Neuenhagen

Im Rahmen des jüngsten Bürgermeisterwahlkampfes wurde mit viel Tamtam die Errichtung einer kommunalen Oberschule für Neuenhagen als zentrales bildungspolitisches Vorhaben kommuniziert. Die Ankündigung von Bürgermeisterkandidat Ansgar Schanke, eine staatliche und wohnortnahe weiterführende Schule zu schaffen, stieß zunächst auf breite öffentliche Resonanz. Wahlkampfversprechen von dieser Tragweite bedürfen indes einer nüchternen, faktengestützten Überprüfung – und diese fällt im vorliegenden Fall in mehrfacher Hinsicht ernüchternd aus. 

Bei der geplanten Einrichtung handelt es sich um eine reine Oberschule, die Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7 bis 10 den Haupt- und Realschulabschluss ermöglichen soll, jedoch keinen Zugang zur gymnasialen Oberstufe und damit zum Abitur bietet. Die Gemeinde beruft sich zur Begründung des Bedarfs auf den vorliegenden Schulentwicklungsplan. Eine eingehende Analyse dieses Dokuments offenbart jedoch gravierende Mängel, die die gesamte Bedarfsermittlung in Frage stellen. 

Methodischer Fehler im Schulentwicklungsplan 

Der Schulentwicklungsplan, auf den die Gemeinde ihre Entscheidungsgrundlage stützt, enthält einen sachlichen Fehler von erheblicher planerischer Tragweite: Der Schulcampus Altlandsberg wird darin als Oberschule klassifiziert. Diese Zuordnung ist inhaltlich unzutreffend. Bei dem genannten Schulstandort handelt es sich um eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe – eine Schulform, die Schülerinnen und Schülern neben dem mittleren Schulabschluss ausdrücklich auch den Weg zum Abitur offenhält. 

Dieser Unterschied ist nicht redaktioneller, sondern funktionaler Natur: Er beeinflusst unmittelbar die Berechnung regionaler Schülerströme und damit die gesamte Bedarfsermittlung für weiterführende Schulformen im Einzugsgebiet. 

Quelle: Neuenhagen Schulentwicklungsplan

Bereinigte Tabelle um Altlandsberg und Petershagen


Korrigiert man die Klassifizierung von Altlandsberg und ergänzt die bislang nicht veröffentlichten Schülerzahlen aus Petershagen, ergibt sich ein grundlegend anderes Bild der tatsächlichen Nachfragesituation. Bildungsplanung, die auf fehlerhaften Grundlagendaten beruht, produziert zwangsläufig fehlerhafte Schlussfolgerungen – und auf diesen Schlussfolgerungen lässt sich keine zukunftsfähige Schulinfrastruktur errichten. 

 

Elternwille und tatsächliche Nachfragesituation 

Besonders aufschlussreich ist der tatsächliche Elternwille, der sich aus den Anmeldezahlen des laufenden Schuljahres ableiten lässt. Von allen Sechstklässlerinnen und Sechstklässlern haben lediglich 128 eine Oberschule als Erst- oder Zweitwunsch angegeben. Diese Zahl erfährt eine weitere Relativierung durch den bevorstehenden Schulformwechsel der Oberschule Fredersdorf zur Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe: Bereinigt man die Anmeldezahlen um diesen Faktor, verbleiben faktisch 65 Kinder, die eine klassische Oberschule nachfragen. Für diese vier Schülerinnen und Schüler soll eine weitere kommunale Oberschule errichtet, personell ausgestattet und dauerhaft betrieben werden. 

Der Elternwille im Gemeindegebiet ist dabei eindeutig und konsistent: Die Familien in Neuenhagen präferieren das Gymnasium oder eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Diese Präferenz ist nicht Ausdruck sozialstruktureller Selektivität, sondern Resultat rationaler Bildungsplanung: Eltern, die für ihre zehn- bis zwölfjährigen Kinder eine Schulform wählen, denken in Kategorien der Lebenschancen und nicht der schulpolitischen Systematik. Der demographische und strukturelle Trend der Region bestätigt dieses Bild: Die Oberschule als Schulform verliert in dem Maße an Bedeutung, in dem Gesamtschulen entstehen – eine Entwicklung, die in Altlandsberg bereits abgeschlossen ist und in Fredersdorf nun vollzogen wird. 

Vor diesem Hintergrund drängt sich eine unbequeme Frage auf: Wurde die Schulform der Oberschule gewählt, weil sie dem tatsächlichen Bedarf entspricht – oder weil sie im Wahlkampf eine schnelle und sichtbare Handlungsfähigkeit suggeriert? Eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe erfordert einen eigenständigen Standort, eine gesonderte Infrastruktur und einen längeren Planungshorizont. Eine Oberschule hingegen erscheint vermittelbar als unmittelbare Maßnahme. Durchdachte Bildungspolitik lässt sich vor Wahlen selten so eingängig kommunizieren wie entschlossenes, aber unzulänglich geprüftes Handeln. 

Strukturelle Unzulänglichkeiten des geplanten Standorts 

Die gravierendsten Einwände gegen das vorliegende Konzept betreffen den vorgesehenen Standort. Die neue Oberschule soll in den Räumlichkeiten der Grundschule und des Horts am Gruscheweg untergebracht werden – einer Liegenschaft, die baulich, räumlich und organisatorisch für eine solche Doppelnutzung nicht ausgelegt ist. Die nachfolgenden Aspekte verdeutlichen das Ausmaß der planerischen Defizite: 

Raumstruktur und Ausstattung: Die vorhandenen Klassenräume sind für den Unterricht von Grundschulkindern konzipiert und entsprechend dimensioniert und möbliert. Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sind sie weder ergonomisch noch funktional geeignet. Fachräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, technische Werkstätten sowie IT-Infrastruktur für die Sekundarstufe sind nicht vorhanden. Deren Schaffung im Bestandsgebäude ist bei gleichzeitiger Nutzung durch die Grundschule räumlich nicht darstellbar. 

Schulbetrieb und Pausenorganisation: Bei gleichzeitigem Betrieb von Grundschule und Oberschule teilen sich mehr als zweihundert Grundschulkinder und über hundert Jugendliche einen gemeinsamen Pausenhof. Diese Konstellation ist für jüngere Kinder entwicklungspsychologisch belastend und für das Lehrpersonal beider Schulen organisatorisch nicht handhabbar. 

Mensa und Verpflegungsinfrastruktur: Die Schulkantine am Gruscheweg wurde ausschließlich für den Betrieb einer Grundschule konzipiert und dimensioniert. Die Versorgung von mehr als hundert zusätzlichen Oberschülerinnen und -schülern im gleichen Rahmen ist weder kapazitär noch organisatorisch lösbar, ohne den Grundschulbetrieb substantiell zu beeinträchtigen. 

Lehrerzimmer und schulische Infrastruktur: Eine eigenständige Schule setzt eigenständige Arbeitsbereiche für das Lehrpersonal voraus – Vorbereitungsräume, Besprechungszonen und die räumliche Voraussetzung für die Entwicklung einer eigenständigen Schulkultur. Die gemeinsame Nutzung von Lehrerzimmer und Sekretariat durch zwei Schulleitungen unter einem Dach ist strukturell und organisatorisch nicht tragfähig. Ergänzend bedarf die Oberschule eines eigenständigen Sekretariats. 

Sporthalle: Die 3-Feld-Sporthalle am Gruscheweg soll künftig sowohl der wachsenden Grundschule als auch einer zweizügigen Oberschule zur Verfügung stehen. Unter keinem realistischen Stundenplanszenario ist eine ordnungsgemäße Versorgung beider Schulen mit Sportunterricht darstellbar. Sportunterricht ist keine optionale Zusatzleistung, sondern eine gesetzlich verankerte Pflicht und ein zentrales Element schulischer Gesundheitsförderung. Der Hort am Gruscheweg würde bei dieser Belegungsdichte vollständig von Hallenzeiten ausgeschlossen – ein nicht hinnehmbarer Einschnitt in das Bewegungsangebot für Kinder im Hortbetrieb. Die permanente Dreifachbelegung der Halle erzeugt zudem eine erhebliche Lärmbelastung für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte aller Nutzergruppen. 

Schulentwicklung der Grundschule: Die Grundschule am Gruscheweg befindet sich derzeit in einem aktiven Prozess der pädagogischen Profilbildung und der Entwicklung eines eigenständigen Schulprogramms. Die räumliche Überlagerung mit einer Oberschule für einen Zeitraum von nunmehr vier Jahren – ursprünglich war von einem Jahr die Rede – würde diese Entwicklung nachhaltig hemmen. Die geplante Raumgestaltung als Teil des Schulprogramms wäre in diesem Szenario nicht realisierbar. 

Personalgewinnung im Kontext des Brandenburger Lehrermangels 

Eine der zentralsten und bislang weitgehend unbeachteten Fragen betrifft die Personalausstattung der geplanten Schule. Das Land Brandenburg verzeichnet seit Jahren einen strukturellen Mangel an Lehrkräften. Eine neue Oberschule in Neuenhagen ist vom ersten Tag ihres Betriebs auf vollständig ausgebildete Fachlehrkräfte für alle Unterrichtsfächer der Sekundarstufe I angewiesen. 

Anders als in der Grundschule, wo Klassenlehrkräfte mehrere Fächer unterrichten, setzt die Oberschule auf Fachlehrerinnen und Fachlehrer. Bei vierzehn Unterrichtsfächern zuzüglich einer zweiten Fremdsprache ergibt sich ein Bedarf von rund sieben Lehrkräften pro Klasse. Die Frage, mit welcher Perspektive qualifiziertes Fachpersonal für eine Schule ohne eigenes Gebäude, ohne eigenständige Infrastruktur und ohne gesicherte Standortperspektive gewonnen werden soll, bleibt seitens der Gemeinde unbeantwortet. Eine Schule, die keine institutionelle Stabilität ausstrahlt, wird im Wettbewerb um ohnehin knappes Lehrpersonal strukturell benachteiligt sein. 

Schlussfolgerung und bildungspolitische Positionierung 

Nach eingehender Analyse der vorliegenden Plandaten, der korrigierten Schülerströme sowie der strukturellen Rahmenbedingungen am Standort Gruscheweg ist festzustellen: Das Vorhaben einer kommunalen Oberschule in Neuenhagen entbehrt in seiner derzeitigen Ausgestaltung einer tragfähigen planerischen und bedarfsseitigen Grundlage. Die Kombination aus fehlerhafter Datenbasis, marginalem Elterninteresse, ungeeignetem Standort und ungelöster Personalfrage stellt das Projekt in seiner vorliegenden Form grundlegend in Frage. 

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass eine Oberschule mit niedrigem lokalem Anwahlinteresse strukturell auf die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus dem Umland angewiesen wäre – eine Entwicklung, die den kommunalen Investitionsaufwand in einem anderen Licht erscheinen lässt. Die hierfür notwendige Infrastruktur ist am Standort Gruscheweg schlicht nicht gegeben. 

Zur Klarstellung: Unsere Kritik richtet sich nicht gegen weiterführende Schulen in Neuenhagen. 

Es ist uns ein zentrales Anliegen, an dieser Stelle unmissverständlich klarzustellen: Wir lehnen eine Oberschule nicht grundsätzlich ab. Wir sind nicht gegen schulische Infrastruktur in Neuenhagen – wir treten seit Jahren aktiv dafür ein. Wer unsere Kritik am vorliegenden Konzept als schulfeindliche Haltung misinterpretiert oder misrepräsentiert, verfehlt den Kern unserer Argumentation bewusst oder aus Unkenntnis. 

Die Forderung nach einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe für Neuenhagen ist kein Gegenvorschlag, der in Reaktion auf dieses Vorhaben entwickelt wurde. Sie ist das Ergebnis jahrelanger bildungspolitischer Arbeit, die wir kontinuierlich in kommunalen Gremien, in der öffentlichen Diskussion und als programmatischen Schwerpunkt unserer politischen Arbeit vor Ort vertreten haben. Genau dafür sind wir politisch angetreten: für eine wohnortnahe, zukunftsfähige und alle Bildungswege offenhaltende Schule in Neuenhagen – eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. 

Was wir fordern, ist nicht weniger, sondern mehr: eine Schule, die dem tatsächlichen Bedarf der Familien entspricht, auf einem eigenen Gelände betrieben wird, eigenständige Infrastruktur besitzt und Schülerinnen und Schülern alle Abschlüsse bis zum Abitur ermöglicht. Notfalls beginnend mit einer Interimslösung – aber mit klarer institutioneller Perspektive, eigenem Schulhof und einem verbindlichen Fahrplan für ein dauerhaftes Schulgebäude. Das ist kein Maximalismus. Das ist das Minimum dessen, was Neuenhagens Kinder verdienen. 

Wir stehen zu unserem Wort und zu unserem politischen Auftrag: eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe für Neuenhagen. Nicht irgendwann. Nicht als Kompromiss. Sondern als die bildungspolitisch richtige Antwort auf das, was Eltern, Kinder und die Zukunft dieser Gemeinde tatsächlich brauchen. 

Bildungsmonitor 2025: Warum ich nicht mehr schweigen kann zu Brandenburgs Bildungsmisere 

Heute Morgen habe ich die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2025 gelesen – und ehrlich gesagt, mich hat es wieder einmal fassungslos gemacht. Brandenburg auf Platz 15 von 16 Bundesländern. Wieder. Zum wiederholten Mal stehen wir am Ende der Tabelle, während unsere Nachbarn in Berlin immerhin einen Platz nach oben klettern konnten.

Meine Frustration über Jahre vergeblicher Reformverspreche

Als jemand, der seit Jahren die bildungspolitischen Entwicklungen in unserem Land verfolgt, kann ich diese Stagnation nicht länger hinnehmen. Ich erlebe hautnah, wie Familien in Brandenburg mit den Konsequenzen dieses Bildungsversagens kämpfen. Eltern, die sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder machen. Lehrerinnen und Lehrer, die täglich gegen unmögliche Bedingungen ankämpfen.

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nur 39,5 Punkte für Brandenburg, während Sachsen mit 65,4 Punkten die Spitze anführt. Das ist kein Zufall – das ist das Ergebnis struktureller politischer Versäumnisse, die ich nicht länger stillschweigend erdulden möchte.

Was mich besonders bewegt: Die verpassten Chancen

Ja, es gibt einige positive Entwicklungen – die Integration von Schülern ausländischer Herkunft funktioniert vergleichsweise gut, 97 Prozent unserer Berufsschüler erhalten Fremdsprachenunterricht. Das zeigt mir: Wenn wir wollen, können wir durchaus erfolgreich sein. Umso mehr schmerzt es mich, dass wir in den entscheidenden Bereichen versagen:

Die Realität, die ich täglich erlebe:

  • Schulen ohne ausreichende digitale Ausstattung in Zeiten der Digitalisierung
  • Überfüllte Klassenzimmer durch eklatanten Lehrermangel
  • Zu wenig Unterrichtsstunden im Vergleich zu anderen Bundesländern
  • Informatikangebote, die weit hinter den Anforderungen der Zeit zurückbleiben

Meine persönliche Einschätzung der politischen Verantwortung

Nach Jahren der SPD-geführten Bildungspolitik muss ich konstatieren: Die angekündigten Reformen haben schlichtweg nicht gegriffen. Während andere ostdeutsche Länder wie Thüringen (Platz 5) beweisen, dass Transformation möglich ist, verharren wir in einer Abwärtsspirale des Mittelmaßes.

Ich verstehe die Herausforderungen – demografischer Wandel, Personalmangel, finanzielle Zwänge. Aber diese Probleme sind nicht vom Himmel gefallen. Sie waren absehbar und hätten strategisch angegangen werden müssen.

Was ich mir für Brandenburg wünsche

Meine Vision für unser Bildungssystem ist klar umrissen: Ich möchte, dass Brandenburger Kinder die gleichen Chancen erhalten wie ihre Altersgenossen in Sachsen oder Bayern. Das bedeutet konkret:

  • Eine durchdachte Personalgewinnungsstrategie, die Lehrkräfte nach Brandenburg lockt und hier hält
  • Moderne technische Ausstattung, die unsere Schulen fit für die Zukunft macht
  • Kleinere Klassen durch bedarfsgerechte Personalplanung
  • Mehr Unterrichtsstunden, um den Anschluss an die Spitzenländer zu schaffen

Mein Appell: Wir dürfen uns nicht abfinden

Als Brandenburger kann und will ich mich nicht damit abfinden, dass unser Land bildungspolitisches Schlusslicht bleibt. Unsere Kinder verdienen bessere Startchancen. Unsere Wirtschaft braucht qualifizierte Fachkräfte. Unsere Zukunft hängt davon ab, dass wir endlich aus diesem Teufelskreis ausbrechen.

Ich fordere von der Landesregierung einen ehrlichen Kassensturz und eine grundlegende Strategieänderung. Nicht weitere Ankündigungen und Absichtserklärungen – sondern messbare, nachprüfbare Verbesserungen.

Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Brandenburg kann mehr – und das müssen wir endlich unter Beweis stellen.

Quellen:
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/09/berlin-brandenburg-bildungsranking-platz-11-platz-14-laendervergleich.html
https://insm.de/bildungsmonitor-2025

#BildungBrandenburg #ZukunftGestalten #BrandenburgKannMehr

Wenn Elternsorgen ignoriert werden: Ein Vater aus Brandenburg kämpft für die Zukunft seiner Kinder

Drei Kinder, eine große Sorge: Wie Lehrerstellen gestrichen werden und immer mehr Kinder in überfüllte Klassen drängen – das lässt uns Familien in Brandenburg verzweifeln.

Es sind die kleinen, alltäglichen Momente, die mir als Vater das Herz schwer machen. Wenn meine Tochter nach Hause kommt und traurig erzählt, dass schon wieder Unterricht ausgefallen ist. Wenn meine beiden Jüngeren in viel zu vollen Klassen versuchen, irgendwie die Aufmerksamkeit der Lehrerin zu bekommen – und am Ende des Tages völlig erschöpfte Lehrkräfte nach Hause gehen. Ich frage mich dann oft: Wie lange kann das noch so weitergehen?

Ich bin Vater von drei schulpflichtigen Kindern in Brandenburg. Was gerade an unseren Schulen passiert, raubt mir den Schlaf. Und das ist keine übertriebene Sorge, sondern leider bittere Realität: Im neuen Doppelhaushalt steht, dass im kommenden Schuljahr 345 Lehrerstellen gestrichen werden sollen – und im Jahr darauf noch einmal 100. Genau jetzt, wo 3.000 zusätzliche Kinder in unsere Schulen kommen!


Die Zahlen sind erschreckend – und meine Familie spürt das jeden Tag

Die Lage an den Schulen ist schon jetzt dramatisch. Im letzten Schuljahr mussten 1,68 Millionen Unterrichtsstunden vertreten werden – und über 330.000 Stunden fielen komplett aus. Für meine Kinder heißt das: Ausfallstunden sind Alltag, überfüllte Klassenräume die Regel.

Seit Jahren landet Brandenburg beim Bildungsmonitor ganz hinten. Der Landeselternrat bringt es auf den Punkt: „Unsere Kinder gehören zu den Bildungsverlierern in Deutschland.“ Das tut weh – und es macht wütend.

Die Rechnung geht nicht auf

Die Landesregierung hat eine scheinbar einfache Lösung: Ab 2026 sollen die verbliebenen Lehrkräfte einfach eine Stunde mehr pro Woche unterrichten. Auf dem Papier sieht das vielleicht logisch aus – aber ich kenne viele Lehrerinnen und Lehrer, die schon jetzt am Limit sind. Das Ergebnis? Noch weniger Zeit für die einzelnen Kinder, noch weniger Förderung, noch mehr Überlastung. Besonders schwierig wird es an den Schulen, die ohnehin schon große Herausforderungen stemmen. Ein paar Ausgleichsmaßnahmen ändern daran nichts.


Sparen an der falschen Stelle

Was mich besonders ärgert: Brandenburg gibt in den nächsten zwei Jahren so viel Geld aus wie noch nie – über 34 Milliarden Euro! Und trotzdem wird gerade bei der Bildung gespart. Das Bildungsministerium verweist auf neue Programme wie Demokratiebildung oder den Digitalpakt. Aber was bringen die besten Programme, wenn die Menschen fehlen, die sie umsetzen?

Meine Kinder – und alle Kinder in Brandenburg – haben ein Recht auf gute Bildung. Stattdessen erleben sie, wie Versprechen gebrochen und die Situation an den Schulen immer schlechter wird.


Wir Eltern geben nicht auf 

Der Landeselternrat hat eine Petition gestartet, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Wir Eltern haben uns zusammengetan, unsere Sorgen geteilt und konkrete Vorschläge gemacht. Die Petition wurde übergeben – aber die Mehrheit der Abgeordneten hat trotzdem für die Kürzungen gestimmt. 

Viele Eltern fragen sich jetzt: Wie soll das alles funktionieren? Wie sollen stabile Klassen entstehen? Wo bleibt die individuelle Förderung? Wie soll Unterrichtsqualität bei noch weniger Personal gesichert werden? 

Mein Appell: Bildung ist kein Luxus! 

Meine Kinder sind neugierig, wissbegierig und voller Potenzial. Sie verdienen eine Schule, die ihnen alle Türen öffnet – und nicht eine, die sie zu Bildungsverlierern macht. Ich fordere von der Landesregierung und vom Landtag ein klares Bekenntnis zur Bildung: 

  • Mehr Lehrer, nicht weniger!
  • Mehr Förderstunden, keine weiteren Kürzungen!
  • Mehr Unterstützung für die Schulen, nicht noch mehr Belastung!


Bildung ist kein Luxus, sondern die Grundlage für die Zukunft unserer Kinder – und unseres Landes. Wir Eltern werden weiter laut bleiben, uns vernetzen und für bessere Bedingungen kämpfen. Denn unsere Kinder haben mehr verdient als eine Politik, die an ihrer Zukunft spart. 


Märkisch-Oderland: Wenn falsche Zahlen über Kinderschicksale entscheiden 

Besonders bitter wird die Situation, wenn ich nach Märkisch-Oderland blicke – unserem Landkreis, in dem die Bildungsplanung mit völlig falschen und überholten Einwohnerzahlen arbeitet. Während derzeit der neue Schulentwicklungsplan erstellt wird, zeigt sich im Bildungsausschuss immer wieder: Die Grundlagen stimmen nicht. 


Die Folgen einer fehlerhaften Schulentwicklungsplanung erleben unsere Kinder täglich. Schülerinnen und Schüler müssen weite Wege in Kauf nehmen, um überhaupt eine Oberschule besuchen zu können. Die beispielsweise eilig erbaute Oberschule in Altlandsberg ist überwiegend mit Kindern aus Hoppegarten und Neuenhagen gefüllt. Auch das neue Gymnasium im Landkreis Oder-Spree in Schöneiche wird derzeit mit mehr als 50% Schülern aus dem benachbarten Landkreis befüllt. Dies sind deutliche Zeichen dafür, dass die Schullandschaft nicht dort ist, wo sie gebraucht wird. 

Bereits vor fünf Jahren wurde in der 6. Fortschreibung des Schulentwicklungsplans die bestehende Übernachfrage an weiterführenden Schulen benannt. Die geplante Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Hoppegarten sollte Abhilfe schaffen. Doch bis heute ist unklar, ob und wann dieser dringend benötigte Schulstandort verwirklicht wird. Fünf Jahre Warten, während die Übernachfrage fortbesteht – zu Lasten unserer Kinder. 

Das Drama um die Hoppegartener Gesamtschule 

Hinter den trockenen Planungsunterlagen verbirgt sich ein unwürdiges Scharmützel zwischen Gemeinden und Landkreis. Hoppegarten beharrte darauf, die Kosten für den Grunderwerb angemessen erstattet zu bekommen. Der Landkreis weigert sich, basierend auf einem umstrittenen Rechtsgutachten aus dem Landratsamt, sich an den Kosten zu beteiligen. 

"Hört auf mit der Spielerei und fangt endlich an!", brachte ich es 2022 auf den Punkt. Während die Erwachsenen um Geld und Zuständigkeiten streiten, warten die Kinder auf Schulplätze. Neuenhagen hat sogar angeboten, ein Drittel der Grunderwerbskosten zu übernehmen, wenn sich Kreis und Hoppegarten ebenfalls beteiligen. Ein Angebot, das eigentlich keiner ablehnen konnte. 

Inzwischen kam es nun endlich, nach vielen Hin und Her, zu einer einstimmigen Abstimmung zur Auslage des B-Plans zum KWO-Gelände in Hoppegarten. Ich bin gespannt ob wir in 5 weiteren Jahren immernoch über eine mögliche Oberschule in Hoppegarten reden werden.

Besonders irritierend bleibt aber: Die lapidare Idee, einfach eine weitere Privatschule anzusiedeln. Bereits 42 Prozent der Schulplätze in der S5-Region ohne Strausberg sind in privater Trägerschaft – der Bundesschnitt beträgt nur 11 Prozent. Wenn Eltern unter erheblichem finanziellem Aufwand private Schulen wählen müssen, weil staatliche nicht verfügbar sind, ist das ein Versagen des Systems. 

Gesamtschulen auf Kosten der Oberschulen? 

Der neue Schulentwicklungsplan zeigt eine beunruhigende Tendenz: Gesamtschulen werden immer beliebter, auch in staatlicher Trägerschaft. Das ist grundsätzlich positiv – doch es droht eine spürbare Verlagerung der Schülerströme zulasten der Oberschulen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Rückgang der Übergangsquote nach Erstwunsch an Oberschulen legt nahe, dass Eltern zunehmend die Gesamtschule bevorzugen. 

Das Problem: Ohne durchdachte Konzepte droht eine Entwertung der Oberschule. Auch diese Schulform braucht eine eigenständige, positive Wahrnehmung, um ihre Attraktivität langfristig zu sichern. 

Zumutbare Schulwege – ein dehnbarer Begriff 

Maßgeblich für ein funktionierendes Schulnetz ist die Erreichbarkeit. Doch was ist zumutbar? Das Brandenburgische Schulgesetz definiert keine konkreten Kriterien und räumt den Landkreisen Gestaltungsspielraum ein. Dieser ist jedoch nicht beliebig. 

Schulwegzeiten  (hier ist ein Weg gemeint) von über 60 Minuten in der Primarstufe und über 90 Minuten in der Sekundarstufe I, ein Schulantritt vor 6:00 Uhr oder unbegrenzte Umstiege – all das überschreitet eindeutig die Belastungsgrenzen für Kinder. Doch genau das erleben viele Familien in Märkisch-Oderland täglich. 
 

Übrigens gilt für Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer eine Wegzeit von maximal 1,5 Stunden für Hin- und Rückweg als zumutbar. Bei Vollzeitbeschäftigten liegt die Grenze bei 2 Stunden. 

Diese Schieflage ist mehr als nur ein bürokratisches Versehen. Sie zeigt, wie wenig Wertschätzung unsere Gesellschaft tatsächlich für die Bedürfnisse der Schwächsten aufbringt. Während wir Erwachsenen uns auf klare Rechtsnormen berufen können, werden unsere Kinder zu Leidtragenden einer Bildungsplanung, die ihre Grenzen ignoriert. 

Als Eltern müssen wir uns fragen: Warum akzeptieren wir für unsere Kinder, was wir für uns selbst niemals hinnehmen würden? 


Fazit: Das Versagen hat System 

Die Bildungskrise in Brandenburg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis systematischen politischen Versagens auf allen Ebenen. Während in Potsdam 345 Lehrerstellen gestrichen werden und gleichzeitig 3.000 zusätzliche Schüler in die Schulen strömen, versagt in Märkisch-Oderland die Bildungsplanung mit falschen Zahlen und leeren Versprechungen. 

Fünf Jahre warten Familien auf die Gesamtschule in Hoppegarten. Fünf Jahre, in denen Kinder täglich weite Wege zu überfüllten Schulen zurücklegen müssen. Das ist kein Pech, das ist politische Verantwortungslosigkeit. Es ist 5 nach 12, wenn bereits 42 Prozent der Schulplätze in der S5-Region privat finanziert werden müssen, weil der Staat seine verfassungsrechtliche Aufgabe nicht erfüllt. 

Als Vater von drei Kindern sage ich: Es reicht. Unsere Kinder sind keine Verhandlungsmasse zwischen Gemeinden und Landkreis, keine Statistiken in Haushaltsdebatten. Sie haben das Recht auf eine ordentliche Bildung – hier und jetzt, nicht irgendwann, wenn sich die Politik endlich geeinigt hat. 

Wer dieses Problem weiter aussitzt und ingnoriert, sollte sich für die kommenden Wahlen warm anziehen. Wir Eltern werden nicht vergessen, wer unsere Kinder im Stich gelassen hat. 

+++Hoppegarten ist mit dem KWO-Gelände wieder auf Kurs!+++

Im heutigen (05.05.2025) Kooperationsrat mit der Gemeinde Neuenhagen konnte sich der Rat für einen im weitesten Sinne offenen Bebauungsplan für die Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe auf dem ehemaligen KWO Gelände aussprechen. Doch wie geht es jetzt weiter?

Zunächst wird noch eine juristische Stellungnahme eingeholt, bevor der Plan öffentlich ausgelegt werden kann. Im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung haben Beteiligte und Anwohner die Möglichkeit, Einwände oder Bedenken zu äußern. Nach Abschluss dieses Verfahrens könnte bereits im Juli der Bebauungsplan durch die Gemeindevertretung Hoppegarten beschlossen werden.

Ab diesem Zeitpunkt würde Baurecht bestehen und der Landkreis Märkisch-Oderland wäre in der Verantwortung, den Schulbau zügig voranzubringen.

Im Bebauungsplan wurde bewusst auf eine Festlegung der Gebäude und Nebenflächen verzichtet, um dem Landkreis größtmögliche Flexibilität zu gewähren. Lediglich die Hauptzufahrt für den Individualverkehr soll über den südlichen Teil erfolgen. Für Fahrradfahrer und Fußgänger ist ein separater nördlicher Zugang zum Gelände vorgesehen.

Die Entscheidung für einen offenen Bebauungsplan ermöglicht eine bedarfsgerechte Entwicklung des Schulkomplexes und trägt den zukünftigen Anforderungen an moderne Bildungseinrichtungen Rechnung. Durch die enge Kooperation zwischen den Gemeinden Hoppegarten und Neuenhagen wird die Umsetzung dieses wichtigen Infrastrukturprojekts für die Region nun konkret vorangetrieben.​​​​​​​​​​​​​​​​

Bürgermeister Scharnke sprach sich ebenfalls  für diese Variante aus und stellte eine Farbahnerneuerung der Vichowstraße in Aussicht.

Die gesamten Unterlagen finden sie hier:

https://buergerinfo.gemeinde-hoppegarten.de/si0057.asp?__ksinr=4234

(Bildausschnitt: Gemeinde Hoppegarten) 


Danke 

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Jetzt gilt es, am Sonntag beide Stimmen für BVB/ FREIE WÄHLER

 

Brandenburg braucht jetzt eine starke politische Mitte - eine Kraft, die Vernunft und Augenmaß in den Vordergrund stellt. BVB / FREIE WÄHLER möchte diese Kraft für Sie sein. 💪

Wir stehen für eine Politik, die Probleme pragmatisch angeht, ohne in Extreme zu verfallen. Unser Ziel ist es, eine stabile und zukunftsorientierte Regierung zu ermöglichen, die die Interessen aller Brandenburger im Blick hat. https://bvb-fw.de/unser-programm/

Unser Wahlprogramm bietet konkrete Lösungsansätze für die drängenden Fragen unserer Zeit. Wir setzen auf Dialog, gesunden Menschenverstand und praxisnahe Konzepte, um unser Brandenburg voranzubringen. 🚀

Ihre Stimme kann am Sonntag den entscheidenden Unterschied machen. Mit Ihrer Unterstützung können wir eine Politik gestalten, die Brücken baut statt Gräben zu vertiefen.

Erststimme für Roman Zabel, Zweitstimme für BVB / FREIE WÄHLER - für ein Brandenburg, das zusammenhält und gemeinsam in die Zukunft blickt. 🗳️

Ihre Stimme zählt!


 

Brandenburg braucht eine neue Mitte! 

Angesichts der wachsenden Krisen und des schwindenden Vertrauens in die Politik entsteht ein gefährliches Vakuum, das extreme Kräfte von links und rechts stärkt.  Doch wir sagen: Das darf nicht die Zukunft unseres Bundeslandes bestimmen!

Eine stabile und zukunftsorientierte Regierung der Mitte in Brandenburg ist nur möglich, wenn BVB / FREIE WÄHLER ausreichend Rückhalt erhält, um den Kurs des Landes zu gestalten. Nur so können wir eine linke Koalition aus SPD, Linke und BSW oder die Fortführung der aktuellen, von vielen abgelehnten Regierung verhindern.

Jetzt ist der Moment, entschlossen zu handeln! Wir stehen für eine verantwortungsvolle Politik, die frei ist von extremen Positionen und ideologischen Scheuklappen. Wir von BVB / FREIE WÄHLER folgen weder dem grünen Mainstream noch der blauen Unzufriedenheit – wir setzen auf gesunden Menschenverstand und eine praxisnahe Politik, die unser Brandenburg voranbringt. 

Als engagierte Ansprechpartner vor Ort sind wir bereit, Verantwortung zu übernehmen und unsere Heimat vor gefährlichen Bündnissen zu bewahren. Für uns steht fest: Nur eine starke, vernünftige Mitte kann die Zukunft Brandenburgs sichern! 

Lasst uns gemeinsam den Weg für ein neues, besseres Brandenburg ebnen. Setzt bei der Landtagswahl auf uns und zeigt, dass wir an der Seite der Menschen stehen – bedingungslos! 

Erststimme: Roman Zabel als Direktkandidat

Zweitstimme : BVB/ FREIE WÄHLER


 

 Mehr Vitamin C statt Vitamin B! 

In der Politik zählt nicht das Netzwerk, sondern die Lösungen für unsere Bürger! Anstelle von Vetternwirtschaft setzen wir auf frische Ideen und gesunden Menschenverstand – genau das, was Brandenburg dringend braucht.

Wenn die Politik die Sorgen der Menschen ignoriert und sich stattdessen mit eigenen Interessen beschäftigt, läuft etwas ganz gewaltig schief. BVB / FREIE WÄHLER steht für eine Politik der Mitte: sachlich, lösungsorientiert und bürgernah. Keine Ideologien, keine Machtspiele – nur klarer Verstand und viel Vitamin C!

Wählt die Orangen! 


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Danke 

*Juni 2024*

Ich möchte mich von Herzen bei Ihnen allen für die beeindruckende Unterstützung bedanken, die Sie mir und unserem Team bei der Wahl in die Gemeindevertretung gegeben haben. Ihre Unterstützung bedeutet uns sehr viel und wir sind stolz darauf, Ihr Vertrauen erhalten zu haben.

Dank Ihrer Stimmen haben wir die Möglichkeit, die Zukunft von Neuenhagen weiter aktiv mitzugestalten. Wir werden uns mit ganzer Kraft dafür einsetzen, die Themen und Anliegen, die Ihnen am Herzen liegen, voranzubringen. Ihr Vertrauen ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich, uns mit Engagement und Verantwortung für das Wohl unserer Gemeinde einzusetzen.

Ein besonderer Dank gilt all denjenigen, die sich aktiv im Wahlkampf engagiert haben. Ohne Ihre unermüdliche Unterstützung, Ihre Ideen und Ihre Begeisterung wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. Jeder einzelne von Ihnen hat dazu beigetragen, dass wir heute hier stehen können. Ebenfals möchte ich einen Dank an die vielen Wahlhelfer aussprechen, die bis spät in die Nacht (oder eher frühen Morgen) unermüdlich die doch recht langen und aufgeblähten Wahlzettel ausgezählt haben.

Nun liegt viel Arbeit vor uns, und wir sind bereit, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Ihre Anregungen und Ihr Feedback sind uns dabei besonders wichtig, denn nur gemeinsam können wir die besten Lösungen für Neuenhagen finden.

Nochmals vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung. 

Ihr Roman Zabel

Neue Wege gehen

*Juni 2023*

In den letzten Tage wurde ich immer wieder nach dem Grund für das Austreten bei den Parteilosen befragt. Gerne möchte ich an dieser Stelle dies etwas erläutern. 

Gesellschaftlicher Zusammenhalt funktioniert nur mit ehrenamtlichem Engagement. Meinen Beitrag versuche ich so seit 2018 zu leisten.
Als sachkundiges Mitglied in zwei Ausschüssen in der Gemeindevertretung Neuenhagen und in Elternbeiräten habe ich viele Verbesserungen für allem für die Neuenhagener Kinder erreichen können. Zuletzt habe ich mich erfolgreich gegen die Einführung von Schließzeiten in den Kitas in Neuenhagen eingesetzt und die Verbesserung von 2 Spielplätzen in Neuenhagen angeschoben. 
Doch ich muss immer mehr erkennen, dass wichtige und uns alle betreffende Entscheidungen nicht nur in Neuenhagen getroffen werden. Umso enttäuschter bin ich darüber, dass meine bisherige politische Heimat bei den Parteilosen diesen weiteren, wichtigen Schritt nicht gehen möchte und jegliche politische Einflussnahme außerhalb der Gemeindegrenzen ablehnt.
Seit geraumer Zeit wurde der Ton intern etwas rauer und Personen wurden wichtiger als Inhalte. Diesen Ansatz lehne ich ab, denn ich möchte mich weiter für die Sache einsetzen.
In der neu gegründeten Wählergruppe „FREIE MITTE“ sehe ich meine parteilose Zukunft, die auch über die Ortsgrenzen
hinweg richtungsweisende Entscheidungen treffen kann. Sehr wichtig ist mir, dass wir intensiver mit Hoppegarten zusammenarbeiten und auch dort engagierte Bürger für eine Mitarbeit gewinnen.

Ab Dienstag geht es im Rathaus weiter in die Diskussion über die Schließzeiten in Neuenhagen

*Mai 2023*
Am Dienstag, den 06.06.2023 geht es nun im Rathaus weiter mit der Debatte Schließzeiten.

Doch was ist seither passiert?

Die Gemeindevertreter hatten in ihren letzten Sitzungen nicht über den Antrag abgestimmt und gaben der Verwaltung die Möglichkeit, weitere Informationen aus den Kita's und Horten einzuholen. Viele Kitaausschüsse haben dazu stattgefunden, um die unterschiedlichen Interessen auszuloten. Viele Gemeindevertreter und sachkundige Einwohner nahmen ebenfalls an dem Treffen mit den Erziehern, Einrichtungsleitungen und Eltern teil.Interessanterweise waren die Ergebnisse und Wünsche der einzelnen Einrichtungen teilweise sehr unterschiedlich. Einig war man sich darüber, dass der Vorstoß der Verwaltung ist, nicht das, was man sich selbst vorstellen kann. Vielmehr ist der Fraktionsübergreifende Antrag sehr viel besser und sozial verträglicher.

Aber wie geht es jetzt weiter?

Die Verwaltung hat auf Grundlage der Ergebnisse in den Kitaausschüssen einen Vorschlag unterbreitet, der nun in den Fachausschüssen beraten werden soll. Ich denke, dass wir damit schon recht nah am wahrscheinlichen Endergebnis sein werden, aber warten wir mal die Diskussionen ab. Die Ausschüsse sind auch hier wieder öffentlich und finden wie folgt statt:

06.06.2023 Schulausschuss 18:30 Uhr Parkettsaal im Rathaus
07.06.2023 Kultur- und Sozialausschuss 18:30 Uhr Parkettsaal im Rathaus
08.06.2023 Wirtschafts-, Verwaltungs-, Ordnungs und Finanzausschusses Parkettsaal im Rathaus

Als Einwohner kann man hier zur Einwohnerfragestunde seine Fragen stellen oder seine Meinung mitteilen.

Was wurde durch die Verwaltung vorgeschlagen?

1. Zur Aufrechterhaltung der Qualität der Betreuung der Kindertagesbetreuung und Absicherung des Kita-Betriebs vor dem Hintergrund von Regenerations- und Umwandlungstagen, werden jährlich folgende Schließzeiten festgelegt: 
- Die zweite Osterferienwoche mit Notbetreuung. Als betreuendes Personal der Kinder wird jeweils aus der Einrichtung mindestens eine Fachkraft eingesetzt 
- Brückentage - Zwischen Weihnachten und Neujahr ohne Notbetreuung. Die Schließtage sind den Eltern in geeigneter Art und Weise bis zum 31. August des Vorjahres der jeweiligen Kita und der Gemeinde mitzuteilen. 

2. Der Bürgermeister wird beauftragt, den Erzieherpool von pädagogischen Fachkräften aus Ehemaligen, Teilzeitkräften usw., welche einrichtungsübergreifend als Springer bei personellen Engpässen fungieren, zu erweitern (aktuell vier Fachkräfte im Pool). Die Springer werden pauschal je geleistete Stunde (unter Berücksichtigung des Mindestlohnes) vergütet. 

3. Zur Anerkennung der zusätzlichen Leistung der pädagogischen Fachkräfte, über die per Dienstvereinbarung abgeschlossenen 10h bei Mehrtagesfahrten hinaus, ist die Zahlung einer Zulage pro Mehrtagesfahrt zu prüfen. 

4. Die Gemeindevertretung wird im halbjährlichen Bericht des Fachbereiches über den Krankenstand der pädagogischen Fachkräfte in den kommunalen Kindertagesstätten informiert.

 

Ab 2024 soll es Kitaschließzeiten in Neuenhagen geben 

*Januar 2023*
Ich möchte euch darüber informieren, dass die Gemeinde Neuenhagen ab 2024 in allen kommunalen Kindertagesstätten eine generelle 14-tägige Sommerschließzeit einführen will. In den Sommerferien sollen dann abwechselnd für je 2 Wochen Einrichtungen geschlossen werden. In den ersten beiden Ferienwochen schließen 3 Einrichtungen, in den folgenden 2 Ferienwochen wieder 3 Einrichtungen und in den letzten beiden Ferienwochen 2 Einrichtungen.

Quelle: https://sessionnet.krz.de/neuenhagen.../bi/getfile.asp...

Grund für diese Schließzeit ist laut Aussage der Gemeinde, der erhöhte Abwesenheitsanspruch der Erzieher und Erzieherinnen, 2+2 Regenerationstage und das mehr Kapazität für Planung und pädagogische Weiterbildungen bleibt.

Aus meiner Sicht sprechen viele Gründe dagegen und sollte noch einmal überdacht werden. Die Schließzeiten der Kindertagesstätten würden die aktuellen Probleme, wie dem Fachkräftemangel und den damit verbundenen Belastungen für Familien nicht entgegengenwirken, sondern die Situation in der Gemeinde und auch in den Familien weiter verstärken. Die Gemeinde Neuenhagen sollte sich der Verantwortung für das Kita-System und den bestehenden Erziehern bewusst werden.

Aktuell wirbt die Gemeinde damit, dass es in Neuenhagen besonders Famileinfreundlich ist und es keine Sommerschließzeiten gibt:
Zitat Webseite Neuenhagen: „Unsere Kitas sind rund ums Jahr geöffnet (Schließzeit nur zwischen Weihnachten und Neujahr) und mit ihren Öffnungszeiten den Bedürfnissen junger Familien angepasst.“

- Erzieher und Erzieherinnen in Neuenhagen wurden bisher auch aus dem Grund gewonnen, weil es bislang keine Schließzeit in der Gemeinde gibt. (freie Urlaubsplanung des Personals) Das würde langfristig den Fachkräftemangel in der Gemeinde noch eher verstärken, als diesen zu entlasten.

- Eltern mit Schulkindern müssten mehrere Wochen Urlaub einplanen. Das heißt, wenn man Kinder auf 3 unterschiedliche Kita´s und/ oder Schule hat (z.B. Patchwork-Familien, Alleinerziehende mit mehr als einem Kind) müssen bis zu 6 Wochen überbrückt werden.

- Es gibt keine durchgehende Sommerkita für Kinder berufstätiger Eltern, die diese Zeit überhaupt nicht überbrücken können.

- für Kindergartenkinder und Hortkinder gibt es kein Sommerferien-Programm als alternative Betreuung. Kinder freuen sich in der Regel auf das Ferienprogramm. Jede Einrichtung soll komplett geschlossen werden, anstatt zumindest jeweils 1 Gruppe für die Kitaeigenen Kinder, welche nicht anders betreut werden können, offen zu halten. Dies sollte mit Fortschreiten des offenen Konzeptes in den Kindertageseinrichtungen einfach zu realisieren sein.
Eine Notbetreuung von Kindern, welche an einem Ort gesammelt betreut werden, ist für die kleinen Kinder völlig unzumutbar (neue Erzieher, neue Kinder, neuer Ort, neue Rituale etc.)

- Möglich wäre auch, diese 2+2 Regenerationstage Urlaub pro Jahr um Ostern als Schließzeit zu planen oder an entsprechenden Brückentagen. Diese Regenerationstage sollen aber ohnehin individuell genommen werden.

- Einführung einer Schließzeit ist nicht familienfreundlich oder Kinderfreundlich, Neuenhagen wirbt damit familienfreundlich zu sein.

- Renovierungsmaßnahmen wurden sehr gut in den letzten 30 Jahren im offenen Betrieb umgesetzt und bedarf keiner Kitaschließung.

Wurden hierbei eigentlich alle Beteiligten im Vorfeld befragt?
(Kinder, Eltern, Erzieher, Kitaleitung, Personalrat)

Hierzu kommt der Kultur- und Sozialausschuss am 25.01.2023 um 18:30 Uhr im Parkettsaal des Rathauses zusammen.

Hört auf mit der Spielerei und fangt endlich an! 

*Dezember 2022*
Die Frage nach der Oberschule auf dem KWO-Gelände wurde mir in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gestellt. Als sachkundiger Einwohner im Schulausschuss muss ich das doch wissen.Genau das würde ich gerne positiv beantworten, doch derzeit fehlen mir zu diesem Thema einfach die passenden Worte. 

Aber machen wir einmal eine kleine Zeitreise zu diesem Thema. 

Falsche Entscheidungen in der Vergangenheit haben in Neuenhagen und Hoppegarten zu einem dramatischen Schulplatzmangel in der Sekundarstufe. Auf Drängen von uns Eltern haben die Gemeindevertreter im Jahr 2018 den Beschluss gefasst, einen neuen Schulcampus am Gruscheweg zu errichten. Neben der Grundschule, die durch die Gemeinde errichtet wird, sollte der Kreis eine Förderschule und eine Oberschule errichten. 

So lange hat es gedauert, bis auch der letzte Gemeindevertreter die dramatische Lage vor Ort erkannt hat. Leider reichte die Erkenntnis nicht bis nach Seelow. Statt eine neue zusätzliche Schule zu errichten, favorisierte der Landrat 2019 einen Ersatzbau mit einer moderaten Kapazitätserweiterung in Altlandsberg.  
Da Altlandsberg nicht zu unserem Schulbezirk gehörte, war es aus Neuenhagener Sicht erstmal nicht so relevant. Das änderte sich, als der Landkreis den Schulentwicklungsplan änderte und die Schulbezirke praktisch auflöste. Plötzlich sollten unsere Kinder auch in Altlandsberg und Strausberg zur Schule gehen. Zu allem Überfluss entschied der Kreis, für unsere Schüler ein Gymnasium in Strausberg neu zu errichten.

Neuenhagen ging bis zum Bildungsministerium und wollte gegen die Entscheidungen des Landrats und Landkreises klagen.
Nach dem Erwerb des sogenannten “KWO-Gelände” kam Bewegung in die Angelegenheit. Aufgrund seiner Lage würde ein Schulbau tatsächlich zentral zwischen Neuenhagen und Hoppegarten sehr viel Sinn ergeben. Um die Debatte zu befördern, zog Neuenhagen die berechtigten Einwendungen gegen die Planungen des Kreises und der Stadt Altlandsberg zurück. 

Heute sind ziemlich genau zwei Jahre seit dem Kauf des KWO-Geländes durch Hoppegarten vergangen. Ganze 4,2 Millionen Euro wurden für den Erwerb des Grundstücks bezahlt. Wenn man heute sich das KWO-Gelände anschaut, dann sieht man…NICHTS.
Weder sind Absperrungen, erste Bagger, noch eine Grundplatte zu entdecken. Warum ist das so?

Nun, die gesamte Verantwortung für den Bebauungsplan liegt bei der Gemeinde Hoppegarten. Leider ist Hoppegarten nicht dafür bekannt, hier besonders effektiv und zielgerichtet zu arbeiten.
Auch um Hoppegarten bei solchen Themen unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, bildeten beide Gemeinden vor Jahren einen Kooperationsrat. Praktisch bei jeder Sitzung fragten die Neuenhagener Vertreter nach und bekamen die Antwort, wir sind dran und haben verstanden, dass die Schule schnellstmöglich gebaut werden muss.

Leider habe ich mittlerweile diesbezüglich meine Zweifel. 
Statt hier schnell einen B-Plan für die Schule aufzustellen, startete Hoppegarten einen studentischen Wettbewerb “Städtebauliches Konzept KWO/ Südseite” zusammen mit der TU Berlin. 
Die Schlagzeilen in den Zeitungen überschlagen sich:

„ein Strand in der neuen Ortsmitte von Hoppegarten“ MOZ
„energetisch autark und über den Baumwipfeln erlebbar“ MOZ
„Hypergarten in Hoppegarten Der Windturm als neues Wahrzeichen“ MOZ

Vorläufiger Höhepunkt dieses Hin und Hers war dann eine Aussage des Hoppegartener Bürgermeisters Siebert, dass die Einbindung der Universität nur zum Ideen sammeln gedacht war und jetzt noch ein städtebaulicher Wettbewerb mit professionellen Planern für 80.000 EUR erfolgen solle.  Diese Zeitverschwendung garnierte Siebert mit den Worten: “Das wird das neue Zentrum von beiden Gemeinden und da muss man sorgfältig planen.” Da stellt sich mir schon mal die Frage, warum wir als Nachbargemeinde noch nicht einmal zu diesem Thema befragt wurden. 

Wir, und da kann ich ruhigen Gewissens für alle Gemeindevertreter und sachkundige Einwohner sprechen, hätten dann nämlich deutlich gesagt: “Hört auf mit der Spielerei und fangt endlich an!” 
Es muss dringend eine Schule gebaut werden und wenn die Pflicht erfüllt ist, dann kann Hoppegarten gern mit uns den Rest des Geländes neu beplanen. 

So reagierte in etwa auch Friedemann Hanke (der zuständige Beigeordnete des Landkreis Märkisch-Oderland). Er war sichtlich erstaunt, welche Vorstellungen die Gemeinde Hoppegarten für den Schulbau hat. Für eine schnelle Realisierung solle Hoppegarten eine Teilfläche  abstecken und dem Kreis zur freien Verfügung stellen. Selbst die erstmals in voller Stärke anwesenden Kooperationsratsmitglieder aus Hoppegarten stimmten zu und es kam zu lautstarken Wortgefechten zwischen den Gemeindevertretern und Bürgermeister Siebert. 
Die Diskussion nahm einen so unangenehmen Verlauf, dass der Neuenhagener Vertreter Rico Obenauf (DIE PARTEILOSEN) beschwichtigend darauf hinwies, dass dies der Kooperationsrat beider Gemeinden sei und interne Streitigkeiten hier nicht hingehören. 

Hanke sagte auch, dass bei dem geplanten Verlauf realistisch frühestens mit einer Eröffnung 2028/2029 zu rechnen sei. 
Dabei kamen sofort die vielen Kinder in den Sinn, die aktuell in völlig überfüllten Klassen sitzen müssen. Und die Kinder, die heute in den Kitas sind, werden alle nichts mehr davon haben.
Ich glaube, fast alle Anwesenden im Max-Thormann-Saal waren sprachlos. Neben dieser zeitlichen Verzögerung wies Ansgar Scharnke (Bürgermeister Neuenhagen) auch energisch auf die schlechten Erfahrungen bei der Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs hin. Neuenhagen hatte bei einem solchen Wettbewerb für den Schulcampus jegliche Freiräume zur eigenen Gestaltung des Geländes aus den Händen gegeben. Das Ergebnis ist bekannt. Die Aufhebung der Vergabe hatte den Grundschulneubau in Neuenhagen erheblich verzögert. 

Vielmehr müsse man den Fokus auf den schnellen Schulbau legen, der Rest könne dann entwickelt werden. Herr Siebert äußerte nur noch die Hoffnung, bis zum Sommer eine Entscheidung getroffen zu haben. 

Glücklicherweise war diese Sitzung dann beendet, meine Enttäuschung über den status quo konnte nicht größer sein.
Diese sinnlose Planerei im Rathaus Hoppegarten macht mich fassungslos. Die Schülerzahlen sind bekanntlich dramatisch. Eine schnelle Fertigstellung muss die oberste Priorität haben. Für Schönspielerei haben wir dank der jahrelangen Verzögerung keine Zeit mehr. 

Deshalb meine Forderung: Herr Siebert, trennen Sie sofort und unverzüglich das Schulgebiet aus dem KWO-Gelände heraus und übergeben Sie das Gelände dem Landkreis.

Start der Webseite

Im November 2022 habe ich mich dazu entschlossen eine eigene Webseite zu betreiben.